Traditionelles Gebäck aus mürben Hefeteig

Mutschelliebe Slide

Was ist eine Mutschel ?

Die Mutschel ist ein traditionelles aus Reutlingen stammendes Gebäckstück, welches womöglich schon seit dem 14. Jahrhundert existiert. Sie besteht aus einem mürben Hefeteig und ist mit acht Zacken, sternförmig aufgebaut. In ihrer Mitte besitzt sie eine würfelförmige oder runde Erhebung, diese wird umschlungen von einem Kranz. Der Legende nach handelt es sich bei der Erhebung um eine Abbildung der Achalm, den Reutlinger Hausberg. Um diesen Berg soll wohl eine Goldkette vergraben liegen, welche am Kranz der Mutschel dargestellt wird. Die acht Zacken symbolisieren dabei die Hauptzünfte Reutlingens, wie zum Beispiel Bäcker, Metzger, Weingärtner, welche aufs leibliche Wohl ausgerichtet sind.

Mutscheln gibt es in verschiedensten Größen. Je nach Größe ist die Mutschel auf ihren Zacken verziert. Dabei erkennt man hin und wieder die verschiedenen Zünfte, wie zum Beispiel eine Brezel die die Zunft des Bäckerhandwerks darstellt. Diese Zünfte sind auch auf dem Reutlinger Zunftbrunnen zu sehen, dabei ist die Mutschel beim Bäcker zu finden.

Ihre Geschichte

Es heißt die Mutschel soll schon seit dem 14. Jahrhundert existieren und von Albrecht Mutschler erfunden sein. Erstmalig wurde jedoch 1848 belegt, dass Reutlinger Männer um das Gebäckstück würfelten. Ziel bei diesen Spielen war es, die Mutschel zu gewinnen und mit nach Hause zu bringen.

Traditionsgemäß findet seit je her der Mutscheltag am Donnerstag nach dem Feiertag „Heilige Drei Könige“ statt und dabei werden verschiedenste Würfelspiele gespielt, dies bezeichnet man auch als Mutscheln.

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